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Folge 12: Francisco de Vitoria

Folge 12: Francisco de Vitoria

‧ 30m 4s

Francisco de Vitoria prüft die spanische Eroberung Amerikas mit juristischen und theologischen Argumenten. Er weist zentrale Rechtfertigungen der Unterwerfung zurück, erkennt Eigentum und politische Ordnung der indigenen Bevölkerung an und entwickelt Gedanken zu Völkerrecht, Volkssouveränität und gerechtem Krieg.

Folge 11: Martin Luther

Folge 11: Martin Luther

‧ 29m 36s

Luther entwickelt keine geschlossene politische Theorie, verändert das politische Denken aber grundlegend. Die Folge behandelt Rechtfertigung und allgemeines Priestertum, die Zwei-Reiche- und Zwei-Regimenter-Lehre, die Unterordnung der Kirche in weltlichen Fragen, Gehorsam gegenüber der Obrigkeit und die neue Bedeutung des individuellen Gewissens.

Folge 10: Thomas Morus

Folge 10: Thomas Morus

‧ 30m 13s

Thomas Morus verbindet in „Utopia“ Sozialkritik mit einem radikalen Gedankenexperiment. Die Folge führt von den „menschenfressenden Schafen“ und der Verarmung in England zur Verfassung der Insel Utopia. Im Mittelpunkt steht die Entdeckung politischer Alternativen und einer offenen, durch Menschen gestaltbaren Zukunft.

Folge 9: Machiavelli

Folge 9: Machiavelli

‧ 31m 39s

Machiavelli gilt als Denker skrupelloser Macht. Die Folge differenziert dieses Bild: Sie behandelt „Il Principe“, Virtù und Fortuna, das Verhältnis von Moral und politischer Notwendigkeit, die republikanischen „Discorsi“ sowie Machiavellis Einsicht, dass öffentlicher Streit eine politische Ordnung stabilisieren kann.

Folge 8: Marsilius von Padua

Folge 8: Marsilius von Padua

‧ 29m 45s

Marsilius von Padua bindet politische Ordnung an Frieden und Wohlfahrt. Gesetze sollen vom Volk oder seinem „gewichtigen Teil“ beschlossen, Ämter gewählt und Regierende dem Recht unterworfen werden. Die Folge zeigt seine frühe Theorie weltlicher Gesetzgebung, geregelter Verfahren und der Trennung kirchlicher und staatlicher Macht.

Folge 7: Dante Alighieri

Folge 7: Dante Alighieri

‧ 30m 19s

Dante ist nicht nur Dichter, sondern politischer Philosoph. Die Folge untersucht seine Idee einer universalen Monarchie, die Frieden und Freiheit sichern soll, seine Trennung der geistlichen und weltlichen Zuständigkeiten sowie die Spannung zwischen idealer, gesetzesgebundener Herrschaft und politischer Wirklichkeit.

Folge 6: Thomas von Aquin

Folge 6: Thomas von Aquin

‧ 28m 43s

Thomas von Aquin verbindet christliche Theologie mit Aristoteles und wendet sich der Welt neu zu. Die Folge erklärt seine gestufte Gesetzeslehre, persönliche und politische Verantwortung, Gemeinwohl, Legitimität und Verhältnismäßigkeit sowie die Funktionalisierung des Staates als Schritt zur Säkularisierung.

Folge 5: Augustinus

Folge 5: Augustinus

‧ 31m 28s

Augustinus trennt die göttliche von der weltlichen Gemeinschaft und entwertet damit politische Ordnung als letztes Ziel menschlichen Handelns. Die Folge führt von der Plünderung Roms über freien Willen und Hermeneutik bis zur folgenreichen Vorstellung zweier Gemeinschaften und ihrer politischen Instrumentalisierung.

Folge 4: Cicero

Folge 4: Cicero

‧ 31m 22s

Cicero überträgt griechische Philosophie in die politische Sprache Roms. Die Folge behandelt Humanitas, Würde und Bildung, die römische Mischverfassung, das Gemeinwesen als Sache des Volkes sowie die Spannung zwischen Naturrecht und positiv gesetztem Recht.

Folge 3: Aristoteles

Folge 3: Aristoteles

‧ 31m 36s

Aristoteles versteht den Menschen als politisches Lebewesen und den Staat als Voraussetzung eines guten Lebens. Die Folge erklärt seine Staatsformenlehre, die Politie als Ordnung des Ausgleichs, die Bedeutung sozialer Gruppen, Erziehung und institutioneller Verfahren sowie seinen bis heute wirksamen Blick auf Politik als dynamischen Prozess.

Zum Buch »Der Weg der Demokratie« von Günter Fröhlich

In seiner großangelegten und lebendig geschriebenen Darstellung des Denkens politischer Philosophen beschreibt Günter Fröhlich, wie die Demokratie in 2500 Jahren politischer Ideengeschichte entstanden ist. Leitend war der Vorsatz, dass philosophische Positionen nur vor dem Hintergrund ihrer Zeit verständlich zu machen sind. Gleichzeitig aber sind durch die Geschichte hindurch Entwicklungslinien erkennbar, die erst zu unserem heutigen Verständnis führen. Sonderbarerweise ergibt sich dabei, dass die Demokratie nur zur Weiterentwicklung bereit scheint, wenn sie gehörig unter Druck gerät. Das Buch erscheint am 5. Oktober im Felix Meiner Verlag.

Zum Buch »Der Weg der Demokratie«