Der Weg der Demokratie

Demokratie ist nicht in einem einzigen historischen Schritt entstanden. Ihre Entwicklung beruht auf Begriffen, Konflikten und Institutionen, die über lange Zeiträume geprägt, weitergedacht und immer wieder verändert wurden. Dazu gehören Freiheit und Recht, Gemeinwohl und Herrschaft, Repräsentation und Souveränität.

Die erste Staffel trägt den Titel „Gemeinschaft, Herrschaft, Souveränität - Platon bis Bodin“. Günter Fröhlich verfolgt darin die politische Ideengeschichte von der Antike bis in die Frühe Neuzeit. Der Weg führt von Platon und Aristoteles über Cicero, Augustinus, Thomas von Aquin, Dante und Marsilius von Padua bis zu Machiavelli, Thomas Morus, Martin Luther, Francisco de Vitoria, Hugo Grotius und Jean Bodin. Eine abschließende Folge bündelt diese Entwicklung und führt im Ausblick zu Thomas Hobbes und damit zu einer neuen Phase des politischen Denkens.

Die einzelnen Folgen erläutern historische Zusammenhänge, rekonstruieren zentrale Argumente und fragen nach deren Bedeutung für die Entwicklung politischer und demokratischer Ordnung. Jede Folge ist für sich verständlich; zugleich folgen die Episoden einer chronologisch aufgebauten Ideengeschichte. Der Podcast begleitet die gleichnamige Buchveröffentlichung im Felix Meiner Verlag und eröffnet einen zusätzlichen Zugang zu ihren Themen.

Ein Podcast von Günter Fröhlich
Text, Redaktion, Musik und Sprecher: Günter Fröhlich
Herausgeber: Felix Meiner Verlag

Die technische Ausstattung für die Aufnahmen wurde im Rahmen des Stipendienprogramms des Freistaats Bayern „Junge Kunst und neue Wege“ im März 2021 mitfinanziert. Die Produktionskosten der ersten Staffel wurden von der Franken-Akademie Schloss Schney e. V. übernommen. Günter Fröhlich und der Felix Meiner Verlag danken beiden Institutionen für ihre Unterstützung.

Der Weg der Demokratie

Neueste Episoden

Folge 5: Augustinus

Folge 5: Augustinus

31m 28s

Augustinus trennt die göttliche von der weltlichen Gemeinschaft und entwertet damit politische Ordnung als letztes Ziel menschlichen Handelns. Die Folge führt von der Plünderung Roms über freien Willen und Hermeneutik bis zur folgenreichen Vorstellung zweier Gemeinschaften und ihrer politischen Instrumentalisierung.

Folge 4: Cicero

Folge 4: Cicero

31m 22s

Cicero überträgt griechische Philosophie in die politische Sprache Roms. Die Folge behandelt Humanitas, Würde und Bildung, die römische Mischverfassung, das Gemeinwesen als Sache des Volkes sowie die Spannung zwischen Naturrecht und positiv gesetztem Recht.

Folge 1: Politische Ideengeschichte

Folge 1: Politische Ideengeschichte

30m 53s

Was ist das Demokratische an einer Demokratie? Günter Fröhlich führt in die politische Ideengeschichte ein und erläutert, wie sich Begriffe wie Freiheit, Herrschaft, Recht, Repräsentation und Souveränität entwickelt haben. Zugleich zeigt die Folge, warum Geschichte mehr ist als die Abfolge vergangener Ereignisse.

Folge 3: Aristoteles

Folge 3: Aristoteles

31m 36s

Aristoteles versteht den Menschen als politisches Lebewesen und den Staat als Voraussetzung eines guten Lebens. Die Folge erklärt seine Staatsformenlehre, die Politie als Ordnung des Ausgleichs, die Bedeutung sozialer Gruppen, Erziehung und institutioneller Verfahren sowie seinen bis heute wirksamen Blick auf Politik als dynamischen Prozess.

Zum Buch »Der Weg der Demokratie« von Günter Fröhlich

In seiner großangelegten und lebendig geschriebenen Darstellung des Denkens politischer Philosophen beschreibt Günter Fröhlich, wie die Demokratie in 2500 Jahren politischer Ideengeschichte entstanden ist. Leitend war der Vorsatz, dass philosophische Positionen nur vor dem Hintergrund ihrer Zeit verständlich zu machen sind. Gleichzeitig aber sind durch die Geschichte hindurch Entwicklungslinien erkennbar, die erst zu unserem heutigen Verständnis führen. Sonderbarerweise ergibt sich dabei, dass die Demokratie nur zur Weiterentwicklung bereit scheint, wenn sie gehörig unter Druck gerät. Das Buch erscheint am 5. Oktober im Felix Meiner Verlag.

Zum Buch »Der Weg der Demokratie«